dtparam=ant2 nicht setzen.Überblick
Du bestellst an zwei Stellen. Das Gerät selbst kommt aus China (Elecrow), das Rechenmodul und die Speicherkarte aus Hamburg (BerryBase). Beides zusammen ergibt einen fertigen Linux-Handheld mit BlackBerry-Tastatur.
| Was | Woher | Preis | Lieferzeit |
|---|---|---|---|
| HackberryPi CM5 mit Q20-Tastatur, Antenne, USB-Hub, Active Cooler | Elecrow (Shenzhen) | ca. 177 $ + Versand + Zoll, zusammen etwa 230 € | 1 bis 2 Wochen |
| Raspberry Pi Compute Module 5, 8 GB, WLAN, ohne eMMC | BerryBase (Hamburg) | 180,90 € | 1 bis 3 Tage |
| SD-Karte 128 GB, Kartenleser, 90-Grad-USB-Adapter | BerryBase | 39,90 € | im selben Paket |
| Gesamt | rund 450 € |
Sparvariante: Compute Module mit 4 GB statt 8 GB, dann rund 380 € gesamt. Für Terminal, SSH und kleine Scripts reichen 4 GB, für Browser und Desktop nimm 8 GB.
Bestellung 1: Elecrow (das Gerät)
Elecrow ist der offizielle Shop von ZitaoTech, dem Entwickler des HackberryPi. Preise in US-Dollar, Bezahlung per PayPal oder Kreditkarte, Versand per DHL Express.
Konto anlegen auf elecrow.com (oben rechts „Sign In“, dann „Create an Account“). Deine deutsche Adresse und eine Handynummer eintragen. Die Nummer braucht DHL später für die Zollabwicklung.
Das Gerät in den Warenkorb legen: HackberryPi_CM5_Q20, 168 $. Bei „Color“ die Option Black wählen (nicht Black-HK, Black-FR oder Black-GE), Menge 1, „Add to Cart“.
Warum Q20: größte Tasten der drei Varianten, Trackpad, laut Nutzern am besten zum Tippen. Die Varianten Black-HK/FR/GE erklärt Elecrow nirgends; vermutlich Tastaturlayouts (französisch, deutsch) bzw. Versand ab Hongkong. Für Terminal und Code ist das normale QWERTY-Layout die sichere Wahl, jede Taste lässt sich später umbelegen.
Falls Q20 ausverkauft ist: HackberryPi_CM5_9900 für 158 $, kleinere Tasten in geschwungener Anordnung, sonst identisch. Die Q10-Version ist ausverkauft.
Drei Kleinteile dazulegen, jeweils Menge 1:
- External FPC antenna for HackberryPi_CM5, 0,29 $. Pflicht: Das Alugehäuse und der Kühlkörper schwächen das WLAN des Rechenmoduls, die Klebeantenne behebt das.
- USBHub for HackberryPi_CM5, 2,99 $. Macht aus einem Port drei USB-2.0- und einen USB-3.0-Anschluss.
- Active cooler for HackberryPi_CM5, 5,88 $. Lüfter statt passivem Kühlkörper, sinnvoll mit dem 8-GB-Modul. Du kannst ihn auch erst später einbauen.
Nicht bestellen: die Kingspec-SSDs (128 GB und 512 GB) sind bei Elecrow ausverkauft. Die SSD kommt später aus Deutschland, siehe unten.
Im Warenkorb auf „Estimate Shipping“ klicken, Land „Germany“. Als Versandart DHL Express wählen (3 bis 5 Werktage nach Versand). „Registered Air Mail“ ist billiger, dauert aber 7 bis 25 Tage und ist schlecht verfolgbar.
Bezahlen (PayPal oder Kreditkarte). Danach kommt eine Bestätigung per Mail, nach 1 bis 3 Werktagen die Versandmail mit DHL-Tracking-Nummer.
Bestellung 2: BerryBase (Rechenmodul und Karte)
BerryBase sitzt in Hamburg, liefert per DHL in 1 bis 3 Tagen, ab 150 € Warenwert versandkostenfrei.
Das Rechenmodul: Raspberry Pi Compute Module 5, RAM 8 GB, Flash „ohne (Lite)“, WLAN/Bluetooth „ja“, Artikelnummer CM5108000, 180,90 €.
Auf der Produktseite gibt es drei Auswahlfelder. Kontrolliere vor dem Klick auf „In den Warenkorb“, dass dort steht: RAM 8GB, Flash ohne (Lite), WLAN/Bluetooth ja. Alle drei müssen stimmen:
- Ohne eMMC („Lite“), weil eine Version mit eMMC den SD-Kartenslot des HackberryPi lahmlegt und beim Booten von SSD stört.
- Mit WLAN, weil der HackberryPi selbst kein Funkmodul hat. Ohne dieses Häkchen hast du kein WLAN und kein Bluetooth, also auch keine Lautsprecher.
Sparvariante: dasselbe Modul mit 4 GB, CM5104000, 111,80 €.
Drei Kleinteile dazu:
- SanDisk Extreme microSDXC A2 U3, 128 GB, 33,50 €. Die mitgelieferte 32-GB-Karte ist zum Start okay, wird aber schnell eng.
- 2in1 microSD-Kartenleser USB-A und USB-C, 3,90 €. Brauchst du, um das System von der 32-GB- auf die 128-GB-Karte zu kopieren.
- 90-Grad-USB-Adapter für HackberryPi, 2,50 €. Damit stehen USB-Sticks nicht seitlich vom Gerät ab.
Zur Kasse. Der Warenkorb liegt bei 220,80 €, also über 150 €, der Versand ist kostenlos. Bezahlen, fertig.
Zoll und Lieferung
Das Elecrow-Paket kommt aus China. Seit dem 1. Juli 2026 gibt es in der EU keine Zollfreigrenze mehr, auf jede Sendung fallen Einfuhrumsatzsteuer und Zoll an. Der Ablauf ist trotzdem einfach:
DHL Express meldet sich per SMS oder Mail, sobald das Paket in Deutschland ist, mit einem Link zur Zahlung. Darin stehen 19 % Einfuhrumsatzsteuer auf Warenwert plus Versand, ein kleiner Zollsatz und eine DHL-Servicepauschale. Rechne mit 50 bis 75 €. Bezahlen, dann wird zugestellt, meist am nächsten Werktag.
Wenn keine Nachricht kommt, aber das Tracking „Zollabfertigung“ zeigt: die Sendungsnummer auf dhl.de eingeben, dort steht der Zahlungslink ebenfalls.
Wareneingang: Ist alles da?
Vor dem Zusammenbau auspacken und abhaken. Beim BerryBase-Kit kommt alles in einer Sendung, Gerät und Compute Module stecken aber in zwei getrennten Kartons.
Karton HackberryPi CM5 (Lieferumfang laut BerryBase)
Nicht im Karton, weil nicht bestellt: FPC-Antenne, USB-Hub, Active Cooler. Alle drei sind optional, die Antenne lässt sich jederzeit nachrüsten (Schritt 13).
Karton Compute Module
Bevor du schraubst: das Gerät im Überblick
Alles, was du beim Zusammenbau und beim ersten Start anfassen musst, sitzt am Rand. So liegt das Gerät vor dir, wenn das Display zu dir zeigt:
Akku und Strom
Es gibt nichts einzulegen. Der Akku ist ein fest verbauter LiPo-Block (UFX 105085, 5000 mAh, 3,7 V, 18,5 Wh). Er liegt hinter der Tastatur und ist ab Werk über einen kleinen Zweipol-Stecker mit der Platine verbunden. Keine AA-Zellen, keine 18650, kein Batteriefach. Dazu steckt neben dem CM5 eine CR927-Knopfzelle für die Uhr, ebenfalls vorinstalliert.
Geladen wird über den USB-C-Anschluss an der Unterkante mit einem normalen Handy-Netzteil (5 V, 1,5 bis 2 A). Voll in 2 bis 3 Stunden. Die kleinen Akku-LEDs an der Unterkante zeigen den Stand, die Lade-LED neben dem USB-C leuchtet beim Laden. Laufzeit laut ZitaoTech etwa 5 Stunden im Leerlauf, 3 bis 4 Stunden bei normaler Arbeit. Betrieb am Kabel geht jederzeit, auch an einer Powerbank. Der Magnetring im Rückdeckel hält eine Powerbank mit Magnet fest, Strom fließt aber nur über das Kabel in den USB-C.
Schalter und Tasten
- Roter Hauptschalter (Unterkante, neben dem USB-C): schaltet das Gerät ein und aus. Einschalten: umlegen, die weiße Status-LED an der Oberkante blinkt, nach ein paar Sekunden erscheint der Desktop. Ausschalten: erst im Menü herunterfahren, dann den Schalter umlegen, sonst läuft der Akku im Stillstand leer.
- Power-Taste (linke Seite): hängt laut Schaltplan am Power-Button-Eingang des CM5 und verhält sich wie der Knopf am Raspberry Pi 5. Einmal drücken öffnet das Menü zum Herunterfahren, zweimal fährt sofort herunter. Ist der Pi heruntergefahren und der Hauptschalter noch an, weckt ein Druck ihn wieder auf.
- Tastatur-Schalter (linke Seite, ganz unten): entscheidet, ob die Tastatur mit dem Pi spricht oder nach außen über den USB-C (für Vial oder als Nottastatur am Mac). Steht er falsch, tut die Tastatur im Pi nichts (Schritt 21).
- Helligkeits-Taste (Oberkante): schaltet die Hintergrundbeleuchtung des Displays stufenweise.
Zusammenbau (etwa 15 Minuten)
Du brauchst: den mitgelieferten Schraubendreher, das weiße Werkzeug, einen sauberen Tisch. Kein Lötkolben, kein Kleber.
Rückplatte abnehmen. Hauptschalter aus, dann das Gerät mit dem Display nach unten auf ein Tuch legen. Die vier Schrauben in den Ecken der Rückplatte mit dem Schraubendreher lösen und die Platte abheben. Die Platte hat ein Fenster, dort sitzt später der Kühlkörper.
Darunter siehst du oben den leeren Steckplatz für das Compute Module mit vier Gewindesäulen in den Ecken, daneben die Knopfzelle, darunter den leeren SSD-Slot und unten den Akku mit seinem Kabel. Am Akku nichts ziehen, er ist schon angeschlossen.
Compute Module aufsetzen. Das CM5 so über den Steckplatz halten, dass die vier Löcher in den Ecken über den vier Gewindesäulen liegen. Dann liegt es automatisch richtig herum. Merkhilfe: Von hinten betrachtet steht die Aufschrift „Raspberry Pi“ auf dem Kopf, und die Ecke mit dem Funkmodul (kleine Blechkappe mit CE- und FCC-Aufdruck) und der winzigen Antennenbuchse zeigt zur Knopfzelle. Dann mit beiden Daumen auf die beiden langen Kanten drücken, direkt über den Steckerleisten, bis es auf beiden Seiten spürbar einrastet. Nicht auf den großen Chip in der Mitte drücken.
Gelbe Abstandshalter festziehen. Die vier gelben Messing-Abstandshalter (Zitao nennt sie „yellow screws“) auf die Gewindesäulen in den Ecken des Moduls setzen und mit dem weißen 3D-gedruckten Rohr-Werkzeug handfest anziehen. Sie klemmen das CM5 fest und nehmen in Schritt 15 die Schrauben des Kühlkörpers auf. Handfest reicht, das Werkzeug ist aus Kunststoff und soll genau das verhindern.
Antenne anschließen (nur wenn du eine FPC-Antenne hast). Im BerryBase-Kit ist keine dabei. Dann diesen Schritt überspringen und direkt mit Schritt 14 weitermachen: Das CM5 funkt über seine eigene Platinenantenne, das reicht im Heimnetz. ZitaoTech schreibt lediglich, dass die Reichweite unter Metallgehäuse und Kühlkörper „a little bit disappointing“ sein kann. Nachrüsten geht jederzeit, die Klebeantenne kostet unter einem Euro: BerryBase PDA06208P (am 9. September 2026 nicht lieferbar) oder Elecrow.
Mit Antenne: Auf dem CM5 sitzt in der Ecke neben der Knopfzelle eine winzige runde Antennenbuchse (u.FL, etwa 2 mm, siehe Zeichnung bei Schritt 11). Den Rundstecker der FPC-Antenne senkrecht von oben aufsetzen und mit dem Fingernagel niederdrücken, bis er einrastet. Die Antennenfolie so legen, dass sie nicht vom Kühlkörper eingeklemmt wird und nicht am Gehäuserand aufliegt; die Klebeseite auf eine freie Stelle im Gehäuse.
Der Stecker ist empfindlich. Nicht schräg aufsetzen, nicht mit Werkzeug drücken. Wenn er nicht auf Anhieb rastet, neu ausrichten.
Wärmeleitpad auflegen. Das Silikonpad kommt mittig auf den großen Chip des CM5. Schutzfolien auf beiden Seiten des Pads abziehen. Diesen Schritt vergisst man leicht, Zitao weist im Repo extra darauf hin.
Kühlkörper verschrauben. Den passiven Kühlkörper aus dem Karton über das Modul setzen, so dass seine Bohrungen über den Gewindesäulen liegen, und mit den beiliegenden Schrauben über Kreuz festziehen. Einen Active Cooler hast du nicht bestellt, das ist okay: Der passive Kühlkörper ist das, was ZitaoTech als Standard vorsieht. Falls du später doch einen Lüfter einbaust, kommt sein kleiner Stecker in die Lüfterbuchse auf der Platine.
Rückplatte schließen. Platte auflegen, die vier Schrauben wieder eindrehen. Fertig.
Erster Start und Einrichtung
Laden und einschalten. Erst laden: USB-C an der Unterkante, normales Handy-Netzteil, die Lade-LED daneben leuchtet, die Akku-LEDs zeigen den Stand (Zeichnung oben unter Akku und Strom). Dann die 32-GB-Karte in den microSD-Slot an der linken Seite schieben, bis sie klickt (Push-Push: nochmal drücken wirft sie wieder aus). Jetzt den roten Hauptschalter an der Unterkante umlegen. An der Oberkante blinkt die weiße Status-LED, kurz darauf erscheint der Desktop von Raspberry Pi OS. Der erste Start dauert länger als die folgenden.
Wenn Tastatur und Trackpad nichts tun, ist der Tastatur-Schalter unten an der linken Seite der erste Verdächtige (nicht der rote Hauptschalter), siehe unten. Zum Ausschalten später immer erst herunterfahren, dann den Hauptschalter umlegen.
WLAN verbinden. Oben rechts im Panel das Netzwerksymbol, dein WLAN wählen, Passwort eingeben. Ohne externe Antenne bist du mit diesem Schritt fertig.
dtparam=ant2 nicht setzen. Die Zeile schaltet das CM5 von der Platinenantenne auf die u.FL-Buchse um. Hängt dort keine Antenne, bricht das WLAN fast komplett weg, und du suchst den Fehler an der falschen Stelle.Nur wenn du in Schritt 13 eine FPC-Antenne angeschlossen hast: Terminal öffnen (Strg+Alt+T oder Menü, Zubehör, Terminal) und eintippen:
sudo nano /boot/firmware/config.txt
Ganz ans Ende der Datei diese Zeile schreiben:
dtparam=ant2
Speichern mit Strg+O, Enter, verlassen mit Strg+X, dann sudo reboot. Nach dem Neustart sollte die Signalstärke deutlich besser sein.
System aktualisieren. Im Terminal:
sudo apt update && sudo apt full-upgrade -y
sudo reboot
Das dauert beim ersten Mal 10 bis 20 Minuten.
Lautsprecher koppeln. Die eingebauten Lautsprecher hängen an einem Bluetooth-Modul, nicht direkt am Pi. Deshalb: Bluetooth-Symbol im Panel, „Add Device“, das Gerät XWF-M18-M28-M38 auswählen, koppeln, danach „Connect“. Anschließend einmal neu starten, sonst lässt sich die Lautstärke nicht regeln.
Tastatur kennenlernen. Das Trackpad ist die Maus. Mit eingeschaltetem Capslock wird es zum Scrollrad (die obere Tastenreihe leuchtet dann). Strg gedrückt halten halbiert die Mausgeschwindigkeit, Alt verdoppelt sie. Die Tastaturbeleuchtung hat zehn Stufen. Die Belegung jeder Taste lässt sich mit der App Vial ändern: Gerät über den USB-C an der Unterkante mit dem Mac verbinden, den Tastatur-Schalter unten an der linken Seite umlegen, dann erkennt Vial die Tastatur. Danach zurückschalten, sonst tippt die Tastatur im Pi ins Leere. Die Standardbelegung als Bild liegt im Keyboard-Ordner des Repos.
Auf die 128-GB-Karte umziehen (nur falls du eine mitbestellt hast, sonst bleibt die 32-GB-Karte vorerst drin). Die große Karte in den Kartenleser, den Leser in den USB-Port des HackberryPi. Dann Menü, Zubehör, „SD Card Copier“ öffnen: „Copy From Device“ ist die interne 32-GB-Karte, „Copy To Device“ der Kartenleser. Haken bei „New Partition UUIDs“ setzen, „Start“. Nach 10 bis 15 Minuten herunterfahren, Karten tauschen, neu starten. Die 32-GB-Karte hebst du als Reserve auf.
Nicht den Raspberry Pi Imager mit einem Standard-Image nehmen: Das vorinstallierte System enthält den Display-Treiber (Overlay hackberrypi beziehungsweise vc4-kms-dpi-hyperpixel4sq). Ein frisches Pi OS zeigt ohne diesen Treiber nur ein schwarzes Display. Wie man ihn nachrüstet, steht im Operating-System-Ordner.
Später: SSD und Kühler
NVMe-SSD einbauen
Der Slot nimmt nur SSDs im Format M.2 2242 (42 mm lang, M-Key). Zitao empfiehlt, keine beliebige SSD zu nehmen, weil nicht jede mit dem Pi läuft. Bewährt ist die Transcend MTE400S, in Deutschland über Geizhals (256 GB, ab 108,81 €) oder 512 GB ab 143 €. SSD-Preise sind 2026 hoch, deshalb ist das ein Schritt für später.
Einbau: Rückplatte ab, SSD schräg in den Slot stecken, herunterdrücken, mit der Schraube fixieren, Rückplatte zu. Dann im Terminal:
sudo nano /boot/firmware/config.txt
Im Abschnitt [all] ergänzen:
dtparam=pciex1
dtparam=pciex1_gen=3
Nach sudo reboot zeigt lsblk ein Gerät nvme0n1. Um das System auf die SSD zu bringen, wieder „SD Card Copier“ nutzen (Ziel: nvme0n1), danach die Bootreihenfolge ändern:
sudo rpi-eeprom-config --edit
Die Zeile BOOT_ORDER=0xf41 auf BOOT_ORDER=0xf416 ändern, speichern, SD-Karte entnehmen, neu starten. Das System bootet dann von der SSD, etwa 10 Sekunden schneller. Das Image muss auf der ersten Partition liegen (nvme0n1p1), sonst bootet es nicht. Ausführlich mit Bildern im NVMe-Ordner des Repos.
Active Cooler nachrüsten
Rückplatte ab, den passiven Kühlkörper abschrauben, Wärmeleitpad prüfen (bei Bedarf neu auflegen), Active Cooler aufsetzen, verschrauben, Lüfterstecker auf die Platine, Rückplatte zu. Der Lüfter kostet etwas Akkulaufzeit und ist hörbar, hält das 8-GB-Modul aber unter Last kühl.
Wenn etwas hakt
Alle Punkte stammen aus Zitaos Troubleshooting-Seite.
Tastatur und Trackpad reagieren nicht
Zuerst den Tastatur-Schalter unten an der linken Seite in die andere Stellung bringen (nicht den roten Hauptschalter an der Unterkante, der schaltet das Gerät aus; Zeichnung bei Schritt 21). Steht er richtig, ist die Tastatur vielleicht im Bootloader-Modus: Dann erscheint auf dem Desktop ein USB-Laufwerk. Einfach neu starten.
Streifen auf dem Display
Kein Defekt. Das Panel wurde eingeschaltet, bevor ein Bild anlag (Zitao nennt es „display polarized“). Bildschirmschoner und Energiesparen in den Einstellungen abschalten, das Gerät eine Stunde laufen lassen, dann ist das Bild wieder sauber.
Display bleibt schwarz
Das Display belegt die GPIO-Pins von I2C und SPI. Beides muss in raspi-config unter „Interface Options“ ausgeschaltet bleiben. Zur Not einen Monitor an den HDMI-Port hängen und dort korrigieren.
Gerät startet nicht
Blinkt die weiße LED oben nach dem Einschalten nicht, ist das Image auf der Karte kaputt oder die Karte selbst. Karte neu beschreiben (SD Card Copier von der Reservekarte) oder andere Karte nehmen. Bei SSD-Boot: Image muss auf nvme0n1p1 liegen.
Kein Ton
Bluetooth-Gerät XWF-M18-M28-M38 nicht nur gekoppelt, sondern auch verbunden? Nach dem Koppeln einmal neu starten.
WLAN schwach
Ohne externe Antenne ist ein schwächeres Signal normal: Metallgehäuse und Kühlkörper dämpfen die Platinenantenne. Zuerst prüfen, ob dtparam=ant2 in der config.txt steht, obwohl keine Antenne dran ist; dann ist die Zeile die Ursache, entfernen und neu starten. Bleibt es schwach: näher an den Router, 2,4 GHz statt 5 GHz probieren, oder die FPC-Antenne nachrüsten (Schritt 13, danach dtparam=ant2).
Mit externer Antenne: Stecker eingerastet? dtparam=ant2 gesetzt? Ohne die Zeile nutzt das CM5 weiter die Platinenantenne unter dem Kühlkörper.
Hilfe von Menschen
Zitaos Discord und das Subreddit r/hackberrypi. Gewährleistung und Rückgabe laufen über BerryBase als Händler (zwei Jahre gesetzliche Gewährleistung, Kontakt über dein BerryBase-Kundenkonto mit Bestellnummer und Fotos), nicht über Elecrow.
Quellen und Links
- ZitaoTech/HackberryPiCM5 auf GitHub: Maße, Datenblatt, Zusammenbau, Antenne, Tastatur, NVMe, Lautsprecher, Troubleshooting
- Elecrow: HackberryPi_CM5_Q20 und Elecrow Shipping & Returns
- BerryBase: Compute Module 5 und Versandbedingungen
- DHL: neue EU-Zollregeln ab 1. Juli 2026
- Jeff Geerling: CM5-Benchmarks
Die Häkchen auf dieser Seite werden nur in deinem Browser gespeichert. Zum Zurücksetzen: alle Häkchen löschen.