HackberryPi CM5: Einkaufen und Zusammenbauen

Schritt-für-Schritt-Anleitung. Erstellt am 26. August 2026, am 9. September 2026 an das gelieferte BerryBase-Kit angepasst und mit Zeichnungen zu Einbau, Anschlüssen, Akku und Einstellungen ergänzt, am 9. Oktober 2026 um die Tastatur-Anleitung (Ziffern, Zeichen, Sondertasten).

Abgehakt: 0 von 0 Schritten
Stand 9. September 2026: Das Gerät ist da. Es kam als BerryBase-Kit (HackberryPi CM5 Basisgerät plus Compute Module 5 Lite, 8 GB, WLAN), nicht über Elecrow. Die Bestellschritte 1 bis 9 sind damit erledigt, Zoll gab es keinen. Weiter geht es beim Wareneingang. Wichtig: Im BerryBase-Karton ist keine FPC-Antenne, deshalb Schritt 13 überspringen und in Schritt 18 dtparam=ant2 nicht setzen.

Überblick

Du bestellst an zwei Stellen. Das Gerät selbst kommt aus China (Elecrow), das Rechenmodul und die Speicherkarte aus Hamburg (BerryBase). Beides zusammen ergibt einen fertigen Linux-Handheld mit BlackBerry-Tastatur.

WasWoherPreisLieferzeit
HackberryPi CM5 mit Q20-Tastatur, Antenne, USB-Hub, Active CoolerElecrow (Shenzhen)ca. 177 $ + Versand + Zoll, zusammen etwa 230 €1 bis 2 Wochen
Raspberry Pi Compute Module 5, 8 GB, WLAN, ohne eMMCBerryBase (Hamburg)180,90 €1 bis 3 Tage
SD-Karte 128 GB, Kartenleser, 90-Grad-USB-AdapterBerryBase39,90 €im selben Paket
Gesamtrund 450 €

Sparvariante: Compute Module mit 4 GB statt 8 GB, dann rund 380 € gesamt. Für Terminal, SSH und kleine Scripts reichen 4 GB, für Browser und Desktop nimm 8 GB.

Der HackberryPi wird ohne Rechenmodul geliefert. Ohne das Compute Module 5 von BerryBase ist er ein leeres Gehäuse. Beide Bestellungen gehören zusammen.

Bestellung 1: Elecrow (das Gerät)

Elecrow ist der offizielle Shop von ZitaoTech, dem Entwickler des HackberryPi. Preise in US-Dollar, Bezahlung per PayPal oder Kreditkarte, Versand per DHL Express.

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Konto anlegen auf elecrow.com (oben rechts „Sign In“, dann „Create an Account“). Deine deutsche Adresse und eine Handynummer eintragen. Die Nummer braucht DHL später für die Zollabwicklung.

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Das Gerät in den Warenkorb legen: HackberryPi_CM5_Q20, 168 $. Bei „Color“ die Option Black wählen (nicht Black-HK, Black-FR oder Black-GE), Menge 1, „Add to Cart“.

Warum Q20: größte Tasten der drei Varianten, Trackpad, laut Nutzern am besten zum Tippen. Die Varianten Black-HK/FR/GE erklärt Elecrow nirgends; vermutlich Tastaturlayouts (französisch, deutsch) bzw. Versand ab Hongkong. Für Terminal und Code ist das normale QWERTY-Layout die sichere Wahl, jede Taste lässt sich später umbelegen.

Falls Q20 ausverkauft ist: HackberryPi_CM5_9900 für 158 $, kleinere Tasten in geschwungener Anordnung, sonst identisch. Die Q10-Version ist ausverkauft.

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Drei Kleinteile dazulegen, jeweils Menge 1:

Nicht bestellen: die Kingspec-SSDs (128 GB und 512 GB) sind bei Elecrow ausverkauft. Die SSD kommt später aus Deutschland, siehe unten.

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Im Warenkorb auf „Estimate Shipping“ klicken, Land „Germany“. Als Versandart DHL Express wählen (3 bis 5 Werktage nach Versand). „Registered Air Mail“ ist billiger, dauert aber 7 bis 25 Tage und ist schlecht verfolgbar.

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Bezahlen (PayPal oder Kreditkarte). Danach kommt eine Bestätigung per Mail, nach 1 bis 3 Werktagen die Versandmail mit DHL-Tracking-Nummer.

Bestellung 2: BerryBase (Rechenmodul und Karte)

BerryBase sitzt in Hamburg, liefert per DHL in 1 bis 3 Tagen, ab 150 € Warenwert versandkostenfrei.

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Das Rechenmodul: Raspberry Pi Compute Module 5, RAM 8 GB, Flash „ohne (Lite)“, WLAN/Bluetooth „ja“, Artikelnummer CM5108000, 180,90 €.

Auf der Produktseite gibt es drei Auswahlfelder. Kontrolliere vor dem Klick auf „In den Warenkorb“, dass dort steht: RAM 8GB, Flash ohne (Lite), WLAN/Bluetooth ja. Alle drei müssen stimmen:

  • Ohne eMMC („Lite“), weil eine Version mit eMMC den SD-Kartenslot des HackberryPi lahmlegt und beim Booten von SSD stört.
  • Mit WLAN, weil der HackberryPi selbst kein Funkmodul hat. Ohne dieses Häkchen hast du kein WLAN und kein Bluetooth, also auch keine Lautsprecher.

Sparvariante: dasselbe Modul mit 4 GB, CM5104000, 111,80 €.

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Drei Kleinteile dazu:

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Zur Kasse. Der Warenkorb liegt bei 220,80 €, also über 150 €, der Versand ist kostenlos. Bezahlen, fertig.

Zoll und Lieferung

Das Elecrow-Paket kommt aus China. Seit dem 1. Juli 2026 gibt es in der EU keine Zollfreigrenze mehr, auf jede Sendung fallen Einfuhrumsatzsteuer und Zoll an. Der Ablauf ist trotzdem einfach:

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DHL Express meldet sich per SMS oder Mail, sobald das Paket in Deutschland ist, mit einem Link zur Zahlung. Darin stehen 19 % Einfuhrumsatzsteuer auf Warenwert plus Versand, ein kleiner Zollsatz und eine DHL-Servicepauschale. Rechne mit 50 bis 75 €. Bezahlen, dann wird zugestellt, meist am nächsten Werktag.

Wenn keine Nachricht kommt, aber das Tracking „Zollabfertigung“ zeigt: die Sendungsnummer auf dhl.de eingeben, dort steht der Zahlungslink ebenfalls.

BerryBase liefert innerhalb Deutschlands, dort fällt nichts an. Dieses Paket ist wahrscheinlich zuerst da. Leg es beiseite, bis das Gerät kommt.

Wareneingang: Ist alles da?

Vor dem Zusammenbau auspacken und abhaken. Beim BerryBase-Kit kommt alles in einer Sendung, Gerät und Compute Module stecken aber in zwei getrennten Kartons.

Karton HackberryPi CM5 (Lieferumfang laut BerryBase)

Nicht im Karton, weil nicht bestellt: FPC-Antenne, USB-Hub, Active Cooler. Alle drei sind optional, die Antenne lässt sich jederzeit nachrüsten (Schritt 13).

Karton Compute Module

Das Compute Module nur am Rand anfassen, nicht auf die Chips drücken. Vorher einmal einen Heizkörper oder Wasserhahn berühren, dann bist du statisch entladen.

Bevor du schraubst: das Gerät im Überblick

Alles, was du beim Zusammenbau und beim ersten Start anfassen musst, sitzt am Rand. So liegt das Gerät vor dir, wenn das Display zu dir zeigt:

4-Zoll-Touchdisplay 720 × 720 Taste: Display-Helligkeit Pi-Status-LED weiß, blinkt beim Start HDMI (voll) Stemma QT (I²C) microSD, Push-Push Power-Taste Tastatur-SchalterPi ↔ USB-C (Schritt 21) USB 3.0 PCIe-LED (SSD) USB 3.0 Akku-LEDs (Ladestand) USB-C: Laden, 5 VHandy-Netzteil reicht Lade-LED Hauptschalter (rot)Gerät ein / aus Vorderansicht: links und rechts wie beim Blick aufs Display
Alle Anschlüsse liegen am Rand. Unten: Laden und Hauptschalter. Links: HDMI, Karte, Power-Taste, Tastatur-Schalter. Rechts: zweimal USB 3.0.

Akku und Strom

Es gibt nichts einzulegen. Der Akku ist ein fest verbauter LiPo-Block (UFX 105085, 5000 mAh, 3,7 V, 18,5 Wh). Er liegt hinter der Tastatur und ist ab Werk über einen kleinen Zweipol-Stecker mit der Platine verbunden. Keine AA-Zellen, keine 18650, kein Batteriefach. Dazu steckt neben dem CM5 eine CR927-Knopfzelle für die Uhr, ebenfalls vorinstalliert.

Geladen wird über den USB-C-Anschluss an der Unterkante mit einem normalen Handy-Netzteil (5 V, 1,5 bis 2 A). Voll in 2 bis 3 Stunden. Die kleinen Akku-LEDs an der Unterkante zeigen den Stand, die Lade-LED neben dem USB-C leuchtet beim Laden. Laufzeit laut ZitaoTech etwa 5 Stunden im Leerlauf, 3 bis 4 Stunden bei normaler Arbeit. Betrieb am Kabel geht jederzeit, auch an einer Powerbank. Der Magnetring im Rückdeckel hält eine Powerbank mit Magnet fest, Strom fließt aber nur über das Kabel in den USB-C.

USB-C unten 5 V, 1,5 bis 2 A jedes Handy-Netzteil Lade-Chip Lade-LED daneben LiPo-Akku, fest verbaut 5000 mAh, 3,7 V, 18,5 Wh voll in 2 bis 3 Stunden Powerbank-Chip macht aus 3,7 V wieder 5 V Akku-LEDs unten = Ladestand Hauptschalter roter Schieber, unten CM5 + Display + Tastatur 3 bis 4 h Betrieb Power-Taste links wie der Knopf am Pi 5 herunterfahren / aufwecken Unterwegs: Magnet-Powerbank haftet hinten, Strom fließt nur über Kabel in den USB-C. Sauber ausschalten: erst herunterfahren, dann Hauptschalter aus.
Der Akku ist immer dazwischen: Netzteil lädt ihn, der Powerbank-Chip macht daraus 5 V für den Rechner. Laufzeit etwa 5 h Leerlauf, 3 bis 4 h Arbeit.

Schalter und Tasten

Zusammenbau (etwa 15 Minuten)

Du brauchst: den mitgelieferten Schraubendreher, das weiße Werkzeug, einen sauberen Tisch. Kein Lötkolben, kein Kleber.

101112141516 13 Platte abCM5 reinAbstands-halterAntenne(optional)PadKühlerPlatte zu 1718192021 22 Laden, einWLANUpdatesTon (BT)TastaturKarte(optional)
Obere Reihe: Zusammenbau, etwa 15 Minuten. Untere Reihe: erster Start. Gestrichelt: entfällt bei deinem Kit.
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Rückplatte abnehmen. Hauptschalter aus, dann das Gerät mit dem Display nach unten auf ein Tuch legen. Die vier Schrauben in den Ecken der Rückplatte mit dem Schraubendreher lösen und die Platte abheben. Die Platte hat ein Fenster, dort sitzt später der Kühlkörper.

Rückseite, Oberkante oben Vier Eckschrauben lösen (oben und unten, alle vier) Fensterhier sitzt später der Kühlkörper,seine vier Schrauben bleiben sichtbar Magnetring innen: eine Powerbankmit Magnet haftet hier roter Hauptschalter (von hinten links)
Nur die vier Eckschrauben der Platte lösen. Die vier Schrauben im Fenster gehören zum Kühlkörper und sind jetzt noch gar nicht da.

Darunter siehst du oben den leeren Steckplatz für das Compute Module mit vier Gewindesäulen in den Ecken, daneben die Knopfzelle, darunter den leeren SSD-Slot und unten den Akku mit seinem Kabel. Am Akku nichts ziehen, er ist schon angeschlossen.

Rückseite ohne Platte, Oberkante oben Raspberry Pi CM5 NVMe 2242, leer LiPo 5000 mAh 18,5 Wh, fest verbaut USB 3.0 ×2rechte Geräteseite CM5-Steckplatz4 Säulen, gelbe Halter SSD-Slot (leer) Akkuhinter der Tastatur,nichts einzulegen HDMI RTC-Zelle CR927 Stemma QT Power-Taste u.FL-BuchseAntenne, optional Lüfter-Stecker (frei) Akku-Stecker, steckt Tastatur-Schalter Blick von hinten: links im Bild = rechte Seite des Geräts (USB), rechts im Bild = linke Seite (HDMI, Power-Taste, Tastatur-Schalter)
Der Akku ist verkabelt und bleibt, wo er ist. Du arbeitest nur im oberen Feld: CM5 aufsetzen, Halter, Pad, Kühlkörper.
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Compute Module aufsetzen. Das CM5 so über den Steckplatz halten, dass die vier Löcher in den Ecken über den vier Gewindesäulen liegen. Dann liegt es automatisch richtig herum. Merkhilfe: Von hinten betrachtet steht die Aufschrift „Raspberry Pi“ auf dem Kopf, und die Ecke mit dem Funkmodul (kleine Blechkappe mit CE- und FCC-Aufdruck) und der winzigen Antennenbuchse zeigt zur Knopfzelle. Dann mit beiden Daumen auf die beiden langen Kanten drücken, direkt über den Steckerleisten, bis es auf beiden Seiten spürbar einrastet. Nicht auf den großen Chip in der Mitte drücken.

Hier drücken: an den langen Kanten, über den Steckerleisten Raspberry Pi Compute Module 5 SoC RAM Funk Hier drücken, nicht auf den Chip in der Mitte Loch für den gelbenAbstandshalter (12) u.FL-Buchsenur mit Antenne (13)Ecke neben RTC-Zelle ↑ Wärmeleitpadauf den SoC (14)
Ansicht von hinten, Oberkante oben. Gestrichelt: die beiden Steckerleisten auf der Unterseite. Sie rasten spürbar ein, links und rechts getrennt.
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Gelbe Abstandshalter festziehen. Die vier gelben Messing-Abstandshalter (Zitao nennt sie „yellow screws“) auf die Gewindesäulen in den Ecken des Moduls setzen und mit dem weißen 3D-gedruckten Rohr-Werkzeug handfest anziehen. Sie klemmen das CM5 fest und nehmen in Schritt 15 die Schrauben des Kühlkörpers auf. Handfest reicht, das Werkzeug ist aus Kunststoff und soll genau das verhindern.

13

Antenne anschließen (nur wenn du eine FPC-Antenne hast). Im BerryBase-Kit ist keine dabei. Dann diesen Schritt überspringen und direkt mit Schritt 14 weitermachen: Das CM5 funkt über seine eigene Platinenantenne, das reicht im Heimnetz. ZitaoTech schreibt lediglich, dass die Reichweite unter Metallgehäuse und Kühlkörper „a little bit disappointing“ sein kann. Nachrüsten geht jederzeit, die Klebeantenne kostet unter einem Euro: BerryBase PDA06208P (am 9. September 2026 nicht lieferbar) oder Elecrow.

Mit Antenne: Auf dem CM5 sitzt in der Ecke neben der Knopfzelle eine winzige runde Antennenbuchse (u.FL, etwa 2 mm, siehe Zeichnung bei Schritt 11). Den Rundstecker der FPC-Antenne senkrecht von oben aufsetzen und mit dem Fingernagel niederdrücken, bis er einrastet. Die Antennenfolie so legen, dass sie nicht vom Kühlkörper eingeklemmt wird und nicht am Gehäuserand aufliegt; die Klebeseite auf eine freie Stelle im Gehäuse.

Der Stecker ist empfindlich. Nicht schräg aufsetzen, nicht mit Werkzeug drücken. Wenn er nicht auf Anhieb rastet, neu ausrichten.

14

Wärmeleitpad auflegen. Das Silikonpad kommt mittig auf den großen Chip des CM5. Schutzfolien auf beiden Seiten des Pads abziehen. Diesen Schritt vergisst man leicht, Zitao weist im Repo extra darauf hin.

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Kühlkörper verschrauben. Den passiven Kühlkörper aus dem Karton über das Modul setzen, so dass seine Bohrungen über den Gewindesäulen liegen, und mit den beiliegenden Schrauben über Kreuz festziehen. Einen Active Cooler hast du nicht bestellt, das ist okay: Der passive Kühlkörper ist das, was ZitaoTech als Standard vorsieht. Falls du später doch einen Lüfter einbaust, kommt sein kleiner Stecker in die Lüfterbuchse auf der Platine.

Querschnitt, von hinten gesehen. Reihenfolge von unten nach oben: 11, 12, 14, 15, 16 123456789 1 Rückplatte mit Fenster2 Kühlkörper, passiv3 Wärmeleitpad, Folien ab 4 SoC, der große Chip5 CM56 Abstandshalter, gelb 7 Steckerleiste, rastet8 Hauptplatine9 Kühlerschraube in 6
Die vier Kühlerschrauben gehen durch die Ecken des Kühlkörpers in die gelben Abstandshalter. Das Pad muss zwischen SoC und Kühlkörper liegen, sonst hängt der Kühler in der Luft.
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Rückplatte schließen. Platte auflegen, die vier Schrauben wieder eindrehen. Fertig.

Erster Start und Einrichtung

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Laden und einschalten. Erst laden: USB-C an der Unterkante, normales Handy-Netzteil, die Lade-LED daneben leuchtet, die Akku-LEDs zeigen den Stand (Zeichnung oben unter Akku und Strom). Dann die 32-GB-Karte in den microSD-Slot an der linken Seite schieben, bis sie klickt (Push-Push: nochmal drücken wirft sie wieder aus). Jetzt den roten Hauptschalter an der Unterkante umlegen. An der Oberkante blinkt die weiße Status-LED, kurz darauf erscheint der Desktop von Raspberry Pi OS. Der erste Start dauert länger als die folgenden.

Wenn Tastatur und Trackpad nichts tun, ist der Tastatur-Schalter unten an der linken Seite der erste Verdächtige (nicht der rote Hauptschalter), siehe unten. Zum Ausschalten später immer erst herunterfahren, dann den Hauptschalter umlegen.

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WLAN verbinden. Oben rechts im Panel das Netzwerksymbol, dein WLAN wählen, Passwort eingeben. Ohne externe Antenne bist du mit diesem Schritt fertig.

Ohne FPC-Antenne dtparam=ant2 nicht setzen. Die Zeile schaltet das CM5 von der Platinenantenne auf die u.FL-Buchse um. Hängt dort keine Antenne, bricht das WLAN fast komplett weg, und du suchst den Fehler an der falschen Stelle.

Nur wenn du in Schritt 13 eine FPC-Antenne angeschlossen hast: Terminal öffnen (Strg+Alt+T, auf dieser Tastatur linke ⇧ + Mikrofon + T, siehe Tastatur bedienen; oder Menü, Zubehör, Terminal) und eintippen:

sudo nano /boot/firmware/config.txt

Ganz ans Ende der Datei diese Zeile schreiben:

dtparam=ant2

Speichern mit Strg+O, Enter, verlassen mit Strg+X, dann sudo reboot. Nach dem Neustart sollte die Signalstärke deutlich besser sein.

/boot/firmware/config.txtganz unten in der Datei [all] dtoverlay=vc4-kms-v3dvorinstalliert, so lassen dtoverlay=hackberrypicm5Display-Treiber, so lassen * dtparam=ant2NUR mit FPC-Antenne (Schritt 13) dtparam=pciex1NUR mit SSD (Abschnitt Später) dtparam=pciex1_gen=3NUR mit SSD * oder vc4-kms-dpi-hyperpixel4sq, je nach Kartenstand. Nie beide. Ändern: sudo nano /boot/firmware/config.txt, Zeile ans Ende der Datei. Speichern Strg+O, Enter, schließen Strg+X, dann sudo reboot. Grün = lassen. Orange = nur mit Antenne. Blau = nur mit SSD.
Für dein Kit heute: nichts ändern. Die orange und die blauen Zeilen kommen erst mit Antenne bzw. SSD dazu. In raspi-config müssen I2C und SPI unter „Interface Options“ aus bleiben, das Display braucht die Pins.
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System aktualisieren. Im Terminal:

sudo apt update && sudo apt full-upgrade -y
sudo reboot

Das dauert beim ersten Mal 10 bis 20 Minuten.

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Lautsprecher koppeln. Die eingebauten Lautsprecher hängen an einem Bluetooth-Modul, nicht direkt am Pi. Deshalb: Bluetooth-Symbol im Panel, „Add Device“, das Gerät XWF-M18-M28-M38 auswählen, koppeln, danach „Connect“. Anschließend einmal neu starten, sonst lässt sich die Lautstärke nicht regeln.

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Tastatur kennenlernen. Wie du Ziffern, Zeichen und Pfeile tippst, steht ausführlich mit Zeichnungen im Abschnitt Tastatur bedienen. Kurz: Das Trackpad ist die Maus. Mit eingeschaltetem Capslock wird es zum Scrollrad (die obere Tastenreihe leuchtet dann). Strg gedrückt halten halbiert die Mausgeschwindigkeit, Alt verdoppelt sie. Die Tastaturbeleuchtung hat zehn Stufen. Die Belegung jeder Taste lässt sich mit der App Vial ändern: Gerät über den USB-C an der Unterkante mit dem Mac verbinden, den Tastatur-Schalter unten an der linken Seite umlegen, dann erkennt Vial die Tastatur. Danach zurückschalten, sonst tippt die Tastatur im Pi ins Leere. Die Standardbelegung als Bild liegt im Keyboard-Ordner des Repos.

Stellung A: normal Tastatur Chip Pi Tastatur und Trackpad steuern den Pi Stellung B: Umbelegen Tastatur Chip USB-C→ Mac Vial am Mac, oder Nottastatur
Welche Stellung welche ist, merkst du sofort: In der falschen tippt die Tastatur im Pi nichts. Dann einfach umlegen.
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Auf die 128-GB-Karte umziehen (nur falls du eine mitbestellt hast, sonst bleibt die 32-GB-Karte vorerst drin). Die große Karte in den Kartenleser, den Leser in den USB-Port des HackberryPi. Dann Menü, Zubehör, „SD Card Copier“ öffnen: „Copy From Device“ ist die interne 32-GB-Karte, „Copy To Device“ der Kartenleser. Haken bei „New Partition UUIDs“ setzen, „Start“. Nach 10 bis 15 Minuten herunterfahren, Karten tauschen, neu starten. Die 32-GB-Karte hebst du als Reserve auf.

Nicht den Raspberry Pi Imager mit einem Standard-Image nehmen: Das vorinstallierte System enthält den Display-Treiber (Overlay hackberrypi beziehungsweise vc4-kms-dpi-hyperpixel4sq). Ein frisches Pi OS zeigt ohne diesen Treiber nur ein schwarzes Display. Wie man ihn nachrüstet, steht im Operating-System-Ordner.

Tastatur bedienen: Ziffern, Zeichen, Sondertasten

Dein Gerät hat die Q20-Tastatur aus dem BlackBerry Classic. Dahinter sitzt ein eigener kleiner Chip (RP2040 mit QMK-Firmware), und der entscheidet, was eine Taste schickt, nicht ihre Beschriftung. Deshalb tun ein paar Tasten etwas anderes, als draufsteht. Der Rest folgt aus einer Idee: Es gibt drei Ebenen, und die zwei Tasten rechts neben der Leertaste wechseln die Ebene, solange du sie gedrückt hältst, so wie Shift.

Ziffern tippen: sym gedrückt halten und die Taste mit der kleinen Zahl antippen. W E R ergibt 1 2 3, S D F ergibt 4 5 6, Z X C ergibt 7 8 9, und die Mikrofon-Taste links neben der Leertaste ergibt 0. Die Ziffern liegen also wie ein Telefon-Tastenfeld auf der linken Hälfte: Der rechte Daumen hält sym, der linke tippt. Genauso kommst du an alle anderen klein aufgedruckten Zeichen, zum Beispiel sym + P für @ oder sym + Q für #.
So tippst du Ziffern: zwei Daumen, ein Griff Q W 1 E 2 R 3 T Y U I O P A S 4 D 5 F 6 G H J K L ⌫ alt Z 7 X 8 C 9 V B N M $ ↵ ⇧ Mikro 0 Leertaste sym halten ⇧ linker Daumen tippt die Ziffer rechter Daumen hält sym die ganze Zeit Ziffern = Telefon-Tastenfeld 1 2 3 / 4 5 6 / 7 8 9 / 0 Beispiel: sym halten + E 2 Mikro 0 E 2 F 6 = 2026
Die Ziffern liegen alle auf der linken Hälfte, sym rechts. Deshalb geht es am bequemsten mit zwei Daumen: rechts halten, links tippen. Erst wenn die Zahl fertig ist, sym loslassen.

Zuerst prüfen: Tastaturlayout auf Englisch (US)

Die Tastatur schickt dem Pi keine Zeichen, sondern Tastennummern. Welches Zeichen daraus wird, entscheidet das Tastaturlayout von Raspberry Pi OS, und die Belegung ist für Englisch (US) gebaut. Steht das System auf Deutsch, kommen die Ziffern zwar richtig an, aber Y und Z sind vertauscht und viele Zeichen stimmen nicht: sym + P ergibt dann " statt @, sym + G ergibt - statt /.

Test: Einen Texteditor öffnen und y tippen. Erscheint ein z, steht das Layout auf Deutsch. Umstellen: Menü, Einstellungen, Raspberry Pi Configuration (in neueren Versionen heißt das Programm Control Centre), dort unter Localisation bzw. Keyboard das Layout English (US) mit der Variante English (US) wählen. Danach einmal neu starten.

Umlaute hat die Tastatur nicht. Für deutsche Texte reicht ae, oe, ue. Alternativ die Variante „English (US, intl., with dead keys)“: Dann ergibt " und danach a ein ä. Der Preis dafür: " und ' warten immer auf den nächsten Buchstaben, ein einzelnes Anführungszeichen bekommst du erst mit einer Leertaste dahinter. Im Terminal stört das, deshalb würde ich beim normalen US-Layout bleiben.

Grundebene: was die Sondertasten wirklich tun

Grundebene: so tippst du normal Abheben ⌣ Capslock lang: Linksklick Menütaste Startmenü (Super) Pad Klick Zurück ↶ Esc lang: F4 Auflegen ⌒ Tab lang: Rechtsklick # Q 1 W 2 E 3 R ( T ) Y _ U - I + O @ P * A 4 S 5 D 6 F / G : H ; J ' K " L ⌫ alt Shift 7 Z 8 X 9 C ? V ! B , N . M $ ↵ ⇧ Strg Mikrofon Alt Leertaste sym Ebene 1 ⇧ Ebene 2 Rot umrandet: Tasten, die etwas anderes tun, als draufsteht. Blau (sym) und orange (rechte ⇧): gedrückt halten, um die Ebene zu wechseln. Kleine Zeichen oben links: kommen über Ebene 1 (sym halten).
Die Q20-Tastatur so, wie sie vor dir liegt. Oben die Reihe mit dem Trackpad in der Mitte, unten die Reihe mit der Leertaste.

Drei Fallen sitzen links unten: Die Taste mit alt ist Shift, damit tippst du Großbuchstaben. Die linke ⇧-Taste ist Strg. Die Mikrofon-Taste ist Alt. Auch die obere Reihe neben dem Trackpad ist belegt, und dort machen kurzes Tippen und langes Halten verschiedene Dinge:

Trackpad als Scrollrad: Capslock einschalten (Abheben kurz antippen), dann scrollt das Trackpad, und die obere Tastenreihe leuchtet zur Kontrolle. Weil Capslock an ist, tippst du in der Zeit Großbuchstaben, also zum Schreiben wieder ausschalten. Strg (linke ⇧) halten macht die Maus halb so schnell, Alt (Mikrofon) doppelt so schnell.

Ob du tippst oder hältst, entscheidet der Chip nach einer festen Zeit: 0,2 Sekunden bei Abheben, 0,4 Sekunden bei Zurück und Auflegen. Wer Esc oder Tab normal antippt, merkt davon nichts.

Ebene 1: sym halten für Ziffern und Zeichen

Ebene 1: sym gedrückt halten Abheben Capslock Menütaste nichts Pad rechts Zurück Bild ↑ Auflegen Bild ↓ Q # W 1 E 2 R 3 T ( Y ) U _ I - O + P @ A * S 4 D 5 F 6 G / H : J ; K ' L " ⌫ Entf Shift Z 7 X 8 C 9 V ? B ! N , M . $ ; ↵ Strg Mikro 0 Leertaste sym gehalten Ebene 2 Blau: die Ziffern. Sie liegen wie ein Telefon-Tastenfeld: 1 2 3 / 4 5 6 / 7 8 9 / 0. Kleiner Buchstabe oben links: die Taste, die du dafür drückst. Pad drücken auf Ebene 1 = Rechtsklick.
Auf Ebene 1 kommt genau das, was klein auf den Tasten steht, plus ein paar Extras ohne Aufdruck.

Die Extras: sym + ⌫ ist Entf (löscht nach rechts), sym + Zurück und sym + Auflegen sind Bild hoch und Bild runter, sym + Trackpad drücken ist ein Rechtsklick. sym muss die ganze Zeit gedrückt bleiben, ein kurzes Antippen vorher reicht nicht.

Ebene 2: rechte ⇧ halten für Pfeile, Klammern, F-Tasten

Ebene 2: rechte ⇧ gedrückt halten Abheben F1 Menütaste F5 Pad Klick Zurück F11 Auflegen F12 Q \ W ↑ E frei R frei T [ Y ] U < I > O | P = A ← S ↓ D → F frei G \ H & J { K } L ^ ⌫ Shift Z frei X frei C frei Licht − Licht an/aus Licht + M ~ $ nie 2× ↵ Strg Mikro Alt Leertaste Ebene 1 ⇧ gehalten Orange: Pfeiltasten auf W A S D. „frei“: ab Werk unbelegt, per Vial nutzbar. Licht: V dunkler, B an/aus, N heller (zehn Stufen). Rot: $ zweimal schnell = Tastatur-Chip im Bootloader (siehe Kasten).
Ebene 2 hat keinen Aufdruck. Merkhilfe: Pfeile auf W A S D wie bei Computerspielen, Klammern auf der rechten Hälfte.

Rechte ⇧ halten, dann ist W hoch, S runter, A links und D rechts. Dazu kommen die Klammern [ ] { } < >, die Zeichen \ | & ^ = ~ und die Beleuchtung: V dunkler, B an oder aus, N heller. Die obere Reihe wird zu F1, F5, F11 und F12, also zum Beispiel F11 für Vollbild im Browser.

Auf Ebene 2 nicht zweimal schnell auf $ tippen. Das schickt den Tastatur-Chip in den Bootloader, den Modus zum Aufspielen neuer Firmware. Tastatur und Trackpad reagieren dann nicht mehr, und auf dem Desktop taucht ein USB-Laufwerk auf. Kaputt ist nichts: Über den Touchscreen im Menü neu starten (oder herunterfahren und wieder einschalten), danach geht alles wieder. Einmal tippen ergibt ganz normal $.

Spickzettel: häufige Tastenkürzel

WofürKürzelAuf dieser Tastatur
GroßbuchstabeShift + Buchstabealt + Buchstabe
Terminal öffnenStrg + Alt + Tlinke ⇧ + Mikrofon + T
Befehl abbrechenStrg + Clinke ⇧ + C
Kopieren, Einfügen im TerminalStrg + Shift + C, Vlinke ⇧ + alt + C, V
Kopieren, Einfügen sonstStrg + C, Vlinke ⇧ + C, V
nano: speichern, beendenStrg + O, Strg + Xlinke ⇧ + O, linke ⇧ + X
Fenster schließenAlt + F4Mikrofon halten, dazu Zurück lang halten
Nach rechts löschenEntfsym + ⌫
Pfeiltasten↑ ← ↓ →rechte ⇧ + W, A, S, D
Seitenweise blätternBild ↑, Bild ↓sym + Zurück, sym + Auflegen
RechtsklickAuflegen lang halten, oder sym + Trackpad drücken

Was fehlt und wie du es nachrüstest

Ab Werk gibt es keinen Backtick (`), kein F2, F3 und F6 bis F10, kein Pos1 und kein Ende. Auf Ebene 2 sind dafür sechs Plätze frei (E, R, F, Z, X, C). Mit der App Vial legst du dort hin, was dir fehlt: Gerät per USB-C an den Mac, Tastatur-Schalter umlegen (Zeichnung bei Schritt 21), in Vial die Taste anklicken und den neuen Code wählen. Die Änderung landet sofort im Chip, Speichern ist nicht nötig. Danach den Schalter zurücklegen. Wer oft lange Zahlen tippt, kann sich so auch eine Taste mit dem Code TG(1) belegen: Die rastet Ebene 1 ein, bis du sie nochmal drückst, dann musst du sym nicht mehr halten.

Wenn du dich verbaut hast: ZitaoTechs Datei HackberryPi_CM5_Q20.vil herunterladen und in Vial über File, Load saved layout laden. Dann ist der Werkszustand zurück.

Quelle der Belegung: ZitaoTechs Vial-Datei für die Q20-Tastatur und das Keyboard-README, abgeglichen mit dem Aufdruck der Q20-Tasten. BerryBase nennt auf der Produktseite die BBQ20-Tastatur. Falls dein Chip eine ältere Firmware hat oder du in Vial schon etwas geändert hast, gilt die Belegung, die Vial dir anzeigt.

Später: SSD und Kühler

NVMe-SSD einbauen

Der Slot nimmt nur SSDs im Format M.2 2242 (42 mm lang, M-Key). Zitao empfiehlt, keine beliebige SSD zu nehmen, weil nicht jede mit dem Pi läuft. Bewährt ist die Transcend MTE400S, in Deutschland über Geizhals (256 GB, ab 108,81 €) oder 512 GB ab 143 €. SSD-Preise sind 2026 hoch, deshalb ist das ein Schritt für später.

Einbau: Rückplatte ab, SSD schräg in den Slot stecken, herunterdrücken, mit der Schraube fixieren, Rückplatte zu. Dann im Terminal:

sudo nano /boot/firmware/config.txt

Im Abschnitt [all] ergänzen:

dtparam=pciex1
dtparam=pciex1_gen=3

Nach sudo reboot zeigt lsblk ein Gerät nvme0n1. Um das System auf die SSD zu bringen, wieder „SD Card Copier“ nutzen (Ziel: nvme0n1), danach die Bootreihenfolge ändern:

sudo rpi-eeprom-config --edit

Die Zeile BOOT_ORDER=0xf41 auf BOOT_ORDER=0xf416 ändern, speichern, SD-Karte entnehmen, neu starten. Das System bootet dann von der SSD, etwa 10 Sekunden schneller. Das Image muss auf der ersten Partition liegen (nvme0n1p1), sonst bootet es nicht. Ausführlich mit Bildern im NVMe-Ordner des Repos.

Active Cooler nachrüsten

Rückplatte ab, den passiven Kühlkörper abschrauben, Wärmeleitpad prüfen (bei Bedarf neu auflegen), Active Cooler aufsetzen, verschrauben, Lüfterstecker auf die Platine, Rückplatte zu. Der Lüfter kostet etwas Akkulaufzeit und ist hörbar, hält das 8-GB-Modul aber unter Last kühl.

Wenn etwas hakt

Alle Punkte stammen aus Zitaos Troubleshooting-Seite.

Tastatur und Trackpad reagieren nicht

Zuerst den Tastatur-Schalter unten an der linken Seite in die andere Stellung bringen (nicht den roten Hauptschalter an der Unterkante, der schaltet das Gerät aus; Zeichnung bei Schritt 21). Steht er richtig, ist die Tastatur vielleicht im Bootloader-Modus: Dann erscheint auf dem Desktop ein USB-Laufwerk. Einfach neu starten (per Touchscreen über das Menü). Ausgelöst wird das meist versehentlich mit rechter ⇧ und zweimal schnell $, siehe Ebene 2.

Falsche Zeichen (z statt y, " statt @)

Raspberry Pi OS steht auf deutschem Tastaturlayout. Die Tastatur ist für Englisch (US) belegt, Umstellung im Abschnitt Tastatur bedienen.

Streifen auf dem Display

Kein Defekt. Das Panel wurde eingeschaltet, bevor ein Bild anlag (Zitao nennt es „display polarized“). Bildschirmschoner und Energiesparen in den Einstellungen abschalten, das Gerät eine Stunde laufen lassen, dann ist das Bild wieder sauber.

Display bleibt schwarz

Das Display belegt die GPIO-Pins von I2C und SPI. Beides muss in raspi-config unter „Interface Options“ ausgeschaltet bleiben. Zur Not einen Monitor an den HDMI-Port hängen und dort korrigieren.

Gerät startet nicht

Blinkt die weiße LED oben nach dem Einschalten nicht, ist das Image auf der Karte kaputt oder die Karte selbst. Karte neu beschreiben (SD Card Copier von der Reservekarte) oder andere Karte nehmen. Bei SSD-Boot: Image muss auf nvme0n1p1 liegen.

Kein Ton

Bluetooth-Gerät XWF-M18-M28-M38 nicht nur gekoppelt, sondern auch verbunden? Nach dem Koppeln einmal neu starten.

WLAN schwach

Ohne externe Antenne ist ein schwächeres Signal normal: Metallgehäuse und Kühlkörper dämpfen die Platinenantenne. Zuerst prüfen, ob dtparam=ant2 in der config.txt steht, obwohl keine Antenne dran ist; dann ist die Zeile die Ursache, entfernen und neu starten. Bleibt es schwach: näher an den Router, 2,4 GHz statt 5 GHz probieren, oder die FPC-Antenne nachrüsten (Schritt 13, danach dtparam=ant2).

Mit externer Antenne: Stecker eingerastet? dtparam=ant2 gesetzt? Ohne die Zeile nutzt das CM5 weiter die Platinenantenne unter dem Kühlkörper.

Hilfe von Menschen

Zitaos Discord und das Subreddit r/hackberrypi. Gewährleistung und Rückgabe laufen über BerryBase als Händler (zwei Jahre gesetzliche Gewährleistung, Kontakt über dein BerryBase-Kundenkonto mit Bestellnummer und Fotos), nicht über Elecrow.

Quellen und Links

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